Beratungs- und Antragsservice: „Ein Lächeln oder ein ‚Danke!‘ motivieren sehr“

Wir beraten in allen Lebenslagen, zu kleinen und größeren Nöten“, sagt er. „In der Hauptsache geht es aber darum, dass die Menschen soziale Leistungen erhalten oder sie beantragen, und wir unterstützen bei der Kommunikation mit den Behörden.

6/26/20262 min lesen

Beratungs- und Antragsservice: „Ein Lächeln oder ein ‚Danke!‘ motivieren sehr“

Dirk Seidel arbeitet drei Tage in der Woche beim Beratungs- und Antragsservice des Trägers NBS – Netzwerk für Bildung und Soziales gGmbH – im Quartier High-Deck-Siedlung/ Sonnenallee Süd. Seit anderthalb Jahren hilft er Montag, Dienstag und Mittwoch von 8 bis 14 Uhr Menschen aus unterschiedlichen sozialen und kulturellen Hintergründen beim Ausfüllen von Anträgen und der Kommunikation mit Behörden. Er unterstützt beim Schreiben von Briefen und Lebensläufen und berät zu Mietschulden. Darin verfügt er über langjährige Erfahrung, genau wie seine Vorgesetzte und Kollegin Frau Collatz, die sogar an fünf Tagen in der Woche im Büro in der Leo-Slezak-Straße 10 erreichbar ist.

„Wir beraten in allen Lebenslagen, zu kleinen und größeren Nöten“, sagt er. „In der Hauptsache geht es aber darum, dass die Menschen soziale Leistungen erhalten oder sie beantragen, und wir unterstützen bei der Kommunikation mit den Behörden.“ Die Expertise reicht von Fragen zur Grundsicherung über Wohn- und Kindergeld bis zu verschiedenen Zuschlägen. Aber auch bei Terminbuchungen bei Ämtern oder beim Verstehen von Fragebögen der Krankenkassen kennen sie sich aus. „Das kann manchmal sehr speziell werden!“

Außer Formular- und Schreibarbeiten übernimmt das Team des Beratungs- und Antragsservices Telefonate, kopiert Dokumente oder digitalisiert sie und lädt sie für Besuchende hoch. Eine Angebotspalette, die gut genutzt wird. „Die meisten kommen aus der High-Deck-Siedlung und haben einen migrantischen Hintergrund. Unseren Service bieten wir deshalb außer auf Deutsch auch auf Arabisch an. In unserem Partnerbüro in der Lahnstraße 52 gibt es auch Kolleginnen und Kollegen, die Russisch und Polnisch sprechen.“

Die meisten Menschen, die zum ersten Mal herkommen, haben über Mundpropaganda vom Beratungs- und Antragsservice gehört. „Manchmal spricht sich der Service aber jetzt schon so weit herum, dass Leute auch aus anderen Teilen Neuköllns und in sehr seltenen Fällen sogar aus anderen Bezirken kommen“, erzählt Dirk Seidel. Auch mit Flyern wird auf das Angebot aufmerksam gemacht, da sie gern noch weitere Zielgruppen wie zum Beispiel deutsche Rentner erreichen würden. Es ist bekannt, dass Rentnerinnen und Rentner häufig ihre Ansprüche auf Grundsicherung im Alter oder Wohngeld – aus unterschiedlichen Gründen – nicht geltend machen.

Erfreulich an seiner Arbeit findet er, dass es immer wieder kleinere Erfolgsgeschichten gibt. „Zufriedenheit der Kunden, ein Lächeln oder ein Dankeschön helfen, uns für die Arbeit zu motivieren. Besonders schön ist es festzustellen, wenn sich die Lebensrealität von Kunden stabilisiert hat!“

Beratungs- und Antragsservice
Büro Leo-Slezak-Str. 10, 12057 Berlin, Tel. (030) 62607157
Sprechzeiten: Mo-Fr 8-14 Uhr

Die Mitarbeitenden im Projekt werden finanziert aus Mitteln des JobCenters Neukölln.

https://www.high-deck-quartier.de/info/aktuell/beratungs-und-antragsservice-ein-laecheln-oder-ein-danke-motivieren-sehr

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